🏛️ Förderung • Veröffentlicht am 12. Mai 2026

Wärmepumpe-Förderung 2026: KfW-Zuschuss beantragen — Schritt für Schritt

Sichern Sie sich bis zu 70% staatlichen Zuschuss für Ihre neue Wärmepumpe. Wir erklären die KfW-Förderung und wie Sie den Antrag stellen.

⏱️ Lesezeit: 11 Min.

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Wärmepumpe-Förderung 2026: KfW-Zuschuss beantragen — Schritt für Schritt
🏛️ KfW-Programm 458 — Das Wichtigste auf einen Blick:

Über die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) erhalten selbstnutzende Eigenheimbesitzer bis zu 70 % Zuschuss. Die förderfähigen Höchstkosten liegen bei 30.000 €, woraus sich ein maximaler Barzuschuss von 21.000 € ergibt. Der Antrag muss vor Unterzeichnung des finalen Bauvertrags eingereicht werden.

1. Die Förder-Bausteine im Detail

Die Heizungsförderung setzt sich aus einer Grundförderung und verschiedenen, kombinierbaren Bonus-Zuschüssen zusammen:

Förder-Baustein Zuschuss Voraussetzungen & Details
Grundförderung 30 % Für alle privaten Hauseigentümer beim Tausch einer alten Öl-, Gas- oder Kohleheizung gegen eine Wärmepumpe.
Klimageschwindigkeits-Bonus +20 % Für selbstnutzende Eigentümer beim Austausch einer funktionierenden Öl-, Kohle-, Nachtspeicher- oder mind. 20 Jahre alten Gasheizung.
Einkommens-Bonus +30 % Für selbstnutzende Eigentümer mit einem zu versteuernden Haushaltseinkommen von unter 40.000 € pro Jahr.
Effizienz-Bonus +5 % Für Wärmepumpen, die natürliche Kältemittel (z.B. Propan R290) nutzen oder Erdwärme erschließen. Mehr dazu lesen Sie in unserem Ratgeber zu Luft-Wasser-Wärmepumpen im Vergleich.
Maximaler Gesamtzuschuss 70 % Der Gesamtzuschuss ist auf 70 % (max. 21.000 €) gedeckelt.

2. Der zinsgünstige KfW-Ergänzungskredit (Kredit 358/359)

Zusätzlich zum Zuschuss können Hauseigentümer einen zinsgünstigen Ergänzungskredit der KfW beantragen. Dieser bietet:

  • Kreditsumme: Bis zu 120.000 € zusätzliches Kreditvolumen pro Wohneinheit.
  • Zinsvorteil: Ein extrem reduzierter Zinssatz für Haushalte mit einem zu versteuernden Jahreseinkommen von bis zu 120.000 €.
  • Abwicklung: Der Kredit wird über die Hausbank beantragt, sobald die Zusage für den KfW-Zuschuss vorliegt.

3. Der Ablauf der Beantragung (Schritt für Schritt)

Um den Zuschuss nicht zu gefährden, müssen Sie zwingend die korrekte Reihenfolge einhalten. Stellen Sie sicher, dass Ihr Projekt alle Richtlinien des aktuellen Gebäudeenergiegesetzes 2026 erfüllt:

  1. Angebote einholen & Vorvertrag schließen: Fordern Sie Angebote von Heizungsbauern an. Schließen Sie einen Werkvertrag mit dem gewählten Fachbetrieb ab. **Wichtig:** Der Vertrag muss eine Klausel enthalten, dass er erst bei Zusage der KfW-Förderung in Kraft tritt ("aufschiebende Bedingung").
  2. BzA-Nummer erhalten: Ihr Heizungsbauer erstellt eine "Bestätigung zum Antrag" (BzA) im KfW-Portal und händigt Ihnen die BzA-Nummer aus.
  3. Antrag im KfW-Portal einreichen: Registrieren Sie sich im Portal "Meine KfW" und stellen Sie Ihren Antrag online unter Eingabe der BzA-Nummer.
  4. Zusage erhalten & Einbau starten: Nach Prüfung erhalten Sie den Zuwendungsbescheid. Erst jetzt darf der Fachbetrieb mit den physischen Arbeiten vor Ort beginnen.
  5. BnD-Nummer & Auszahlung: Nach Abschluss der Montage erstellt der Fachbetrieb die "Bestätigung nach Durchführung" (BnD). Sie reichen die Rechnungen ein, und die KfW überweist den Zuschuss auf Ihr Konto.
⚠️ Wichtige Vertragsklausel ("aufschiebende Bedingung"):

Die KfW schreibt vor, dass der Liefer- und Leistungsvertrag vor Antragstellung geschlossen werden muss. Um finanzielle Risiken bei einer Ablehnung zu vermeiden, muss folgende Formulierung in den Vertrag: "Dieser Vertrag tritt erst mit Erhalt des schriftlichen KfW-Zusagebescheides im Programm 458 in Kraft."

4. Die Steuer-Alternative nach § 35c EStG

Haben Sie den rechtzeitigen KfW-Antrag verpasst oder erfüllen Sie die strengen Boni-Bedingungen nicht? Private Eigentümer können den Heizungswechsel auch steuerlich geltend machen. Gemäß § 35c EStG können Sie **20 % der Gesamtkosten** (bis max. 40.000 € bei 200.000 € Investition) direkt über drei Jahre von Ihrer Einkommensteuerschuld abziehen. Der Vorteil: Keine vorherige Antragstellung nötig — die Rechnungen und die Fachunternehmererklärung werden einfach mit der Steuererklärung eingereicht.

Ein qualifizierter Fachbetrieb berät Sie bei der Formulierung des Vertrages und führt den notwendigen hydraulischen Abgleich durch. Starten Sie jetzt Ihre Anfrage:

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